Die richtige digitale Visitenkarte finden
Ich habe meine eigene digitale NFC-Visitenkarte in unter 10 Minuten erstellt – und zeige Ihnen Schritt für Schritt, wie das geht. Zuerst habe ich passende NFC-Karten besorgt, verschiedene Landingpages für unterschiedliche Vorkenntnisse gebaut und die Links auf die Karten programmiert. Am Ende finden Sie eine Kostenübersicht aller Optionen. Vorab noch ein paar wichtige Punkte:
- Der Ablauf sollte so einfach wie möglich sein – von der Kartenauswahl über das Erstellen der Landingpages bis hin zum Beschreiben des NFC-Chips.
- Die Kosten sollten niedrig bleiben. Viele Anbieter verlangen ab 7 $ für Karten, mit Tarifen von kostenlos bis 5–10 $ pro Monat. Ich wollte mich in diesem Rahmen oder darunter bewegen – selbst bei erweiterten Funktionen.
- Sie sollten die Wahl haben – von ganz simpel bis maximal flexibel.
- Wer den schnellsten Weg sucht, kann direkt die fertige Plattform von Wave nutzen.
- Dieser Leitfaden richtet sich vor allem an Solopreneure mit Einzelprofilen. Sie können aber genauso digitale Visitenkarten für Ihr gesamtes Team erstellen.
Der erste Schritt: die passende Karte finden. Viele Anbieter verkaufen NFC-Karten, koppeln diese jedoch meist fest an ihre eigene digitale Visitenkarte mit vorprogrammiertem NFC-Tag.
NFC-Rohlinge kaufen

Um maximale Flexibilität zu haben, habe ich NFC-Rohlinge bei Amazon gekauft. Ein 20er-Pack kostete 16 $. Erhältlich sind sie auch in Mengen von 10, 20, 40, 100 oder 200 Stück – mit Mengenrabatt bei größeren Stückzahlen. Es handelt sich um standardmäßige PVC-Karten: wasserfest, glänzend veredelt und rückseitig laminiert. Als Chip kommt ein NTAG-215 mit 504 Byte Nutzkapazität zum Einsatz.
Der Chip ist wiederbeschreibbar – Sie können den hinterlegten Link also jederzeit ändern. Die Erkennung funktioniert zuverlässig: Ob in der Mitte oder an den Rändern, das Smartphone liest die Karte an fast jeder Stelle problemlos aus, was bei manchen Karten keine Selbstverständlichkeit ist.
Wave Connect NFC-Visitenkarten, die Sie auch über Amazon beziehen können, lassen sich dank integrierter Schnittstelle direkt in Apple Wallet oder Google Wallet hinterlegen. So können Sie auf die physische Karte komplett verzichten, Ihr Smartphone nutzen und den QR-Code scannen lassen.
Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

Wichtig vorab: Die Rohlinge sind komplett unbedruckt. Wer eine personalisierte Karte mit eigenem Logo wünscht, braucht eine Druckerei. Meine Erfahrung zeigt allerdings: Je mehr Icons, QR-Codes und Anleitungen auf der Karte stehen, desto unübersichtlicher wirkt sie. Ohne Aufdruck hören Gesprächspartner Ihnen einfach kurz zu, wenn Sie ihnen zeigen, wie sie ihr Smartphone an die Karte halten. Als Nächstes legen Sie fest, wohin die Karte verlinken soll.
Über diese digitalen Visitenkarten bzw. Landingpages teilen Sie Kontaktdaten und Unternehmensprofile. Sie können ein CRM anbinden, ein Lead-Formular einbinden oder schlicht Ihre Kontaktdaten weitergeben. All diese Optionen berücksichtigen wir beim Erstellen der Landingpage.
Kontaktkarte per NFC-App erstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Landingpages per NFC-App anzulegen. Wir starten mit einer simplen Kontaktkarte, die sich teilen und herunterladen lässt.
Erstellen Sie zunächst Ihre vCard mit einem vCard-Generator. Sobald Ihr Profil vollständig ist, klicken Sie auf „Karte erstellen“. Kopieren Sie den Link, öffnen Sie eine NFC-Writer-App, tippen Sie auf „Schreiben“, dann auf „Datensatz hinzufügen“ und wählen Sie „URL“.
Fügen Sie die URL ein und bestätigen Sie. Stellen Sie sicher, dass nur ein Datensatz vorhanden ist, und löschen Sie eventuelle andere Einträge. Tippen Sie auf „Schreiben“ und halten Sie die Karte an Ihr Smartphone. Damit ist die Karte fertig programmiert.
Viele smarte Visitenkarten bieten ansprechende Landingpages für Kontaktdaten. Im nächsten Abschnitt zeige ich Ihnen verschiedene Wege, wie Sie das selbst umsetzen.
Praktisch: Mit einem Wave-Profil sparen Sie sich diese Einzelschritte. Über die App für Android oder Apple aktualisieren Sie die hinterlegten Daten auf Ihrer NFC-Karte jederzeit in Echtzeit – ganz ohne die Karte neu beschreiben zu müssen.
Landingpage für Ihre NFC-Karte erstellen

Die erste Landingpage habe ich mit Webflow gebaut. Grundsätzlich eignet sich jeder Website-Builder, aber Webflow überzeugt durch flüssige Performance und bietet Vorlagen, die für Desktop und Mobilgeräte optimiert sind.
Ich habe die Vorlage mit meinen Daten befüllt und veröffentlicht: Profil, Foto, Beschreibung, Social-Media-Links, YouTube-Kanal samt Kurzinfo, Verfügbarkeiten und ein Kontaktformular.
Der große Vorteil dieser Option: volle Gestaltungsfreiheit und unbegrenzte Integrationen. Dafür erfordert sie deutlich mehr Zeit und technisches Geschick.
Alternative Optionen für NFC-Landingpages

Die zweite Option: die kostenlose Version von HubSpot mit integriertem Landingpage-Builder und Terminplaner. Der Vorteil: komplett kostenlos, schnell eingerichtet und direkt an das HubSpot CRM angebunden – ideal, um Leads zentral nachzuverfolgen.
Hier habe ich eine fertige Meeting-Vorlage gewählt und angepasst: Texte, Logos und Kontaktdaten eingefügt. Für die Terminbuchung habe ich in HubSpot unter „Sales“ > „Meetings“ einen neuen Terminlink erstellt.
Dort verknüpfen Sie Ihren Kalender, hinterlegen eine kurze Beschreibung und richten automatische Bestätigungs- sowie Erinnerungs-E-Mails ein. Anschließend binden Sie das Meeting-Element einfach in die Landingpage ein.
Hinweis: In der Gratis-Version bleibt das HubSpot-Logo sichtbar (entfernbar ab dem Starter-Paket der CRM Suite). Hält ein Lead sein Smartphone an die Karte, öffnet sich die Buchungsseite, er bucht einen Termin, erhält automatisch eine Bestätigung – und wird direkt als Kontakt im HubSpot CRM angelegt. Komplett kostenlos.
Eine starke Lösung: null Kosten, aber perfekt strukturiert. Der Schwerpunkt liegt klar auf CRM und Lead-Follow-up. Zwar ist das Design weniger flexibel als bei Webflow, doch für alle, die HubSpot bereits nutzen oder ein CRM suchen, ist dies eine ideale Wahl.
Digitale Visitenkarte von Wave mit NFC-Option

Die dritte und einfachste Option ist eine spezialisierte Plattform für digitale Visitenkarten. Viele wissen gar nicht, dass man die Softwarefunktionen oft auch ohne den Kauf herstellereigener Karten nutzen kann.
Wer direkt auf Originalkarten von Wave setzen möchte, findet im Video alle Varianten – darunter die Wave NFC-Visitenkarten, individuelle Karten und NFC-Armbänder, jeweils hochwertig verarbeitet und mit integriertem NFC-Chip. Die Karten sind auch über Amazon USA und Kanada erhältlich.
Erstellen Sie als Nächstes im Wave-Kundenportal ein Konto („Registrieren“). Die Gratisversion deckt alle Grundlagen ab: Kontaktdaten teilen, Titelbild, Profilfoto, unbegrenztes Teilen, Lead-Erfassung, Kontaktaustausch und vieles mehr.

Für noch mehr Möglichkeiten bietet der Pro-Tarif erweiterte Funktionen: Video- und Dateiuploads, eingebettete Apps, Teamverzeichnis, über 6.000 Integrationen via Zapier, CRM-Integration sowie detaillierte Profil-Analysen. Mein Profil enthält ein individuelles Logo-Hintergrundbild, Profilfoto, Social Links, eine Biografie und ein Video für den YouTube-Kanal. Zudem habe ich meinen Calendly-Link eingebunden; auch PDF-Dateien und Typeform-Integrationen sind möglich.
Sobald das Profil mit der Karte verknüpft ist, öffnet ein kurzes Antippen die ansprechende Landingpage. Interessenten können ihre Kontaktdaten austauschen, woraufhin ich eine E-Mail erhalte, der Kontakt im Wave-Kontaktmanager gespeichert und bei bestehender Anbindung direkt ins CRM übertragen wird. Außerdem können Kontakte die vCard direkt aufs Smartphone laden oder über das Kalender-Icon direkt einen Termin via Calendly buchen.
Wave ist die unkomplizierteste Komplettlösung: Sie sammelt und strukturiert Leads automatisch und präsentiert Ihre Daten professionell. Welche Variante Sie wählen, hängt letztlich vom gewünschten Funktionsumfang und Ihrem Zeitbudget ab.
Die Verknüpfung mit Wave ist denkbar einfach: Scannen Sie den QR-Code auf der Karte, melden Sie sich in Ihrem Konto an und verbinden Sie es mit der NFC-Karte – schon ist Ihr Profil auf der Karte hinterlegt.

Fazit
Bei allen Optionen außer Wave kamen weiße Standard-Rohlinge im 20er-Pack für 16 $ zum Einsatz. Die gebrandete Wave-Karte kostet 19,99 $, die individuell gestaltete Variante 49,99 $.
Das Teilen von Kontaktkarten via vCard oder über die HubSpot-Landingpage erfordert kein Abonnement – es fallen lediglich die einmaligen Anschaffungskosten für die Karten an. Webflow bietet maximale Gestaltungsfreiheit, bringt aber optionale Kosten wie eine eigene Domain oder ein Webflow-Abonnement mit sich.
Wave bietet flexible Tarifmodelle: neben einem kostenlosen Tarif steht ein Pro-Tarif für 6,99 $/Monat mit erweiterten Funktionen für Ihre Profilseite zur Verfügung.
Über den Autor

George El-Hage
Gründer & CEO von Wave Connect
George gründete Wave Connect, um das Knüpfen geschäftlicher Kontakte mit digitalen Visitenkarten zu revolutionieren. Wave hat bereits über 20.000 Unternehmen dabei unterstützt, Leads zu erfassen, Kundenbeziehungen aufzubauen und mehr Umsatz zu erzielen.
Kontaktdaten: george@wavecnct.com
Standort: 3 Place Ville Marie, Montreal, QC H3B 4W8




