- Wyoming ist die gründerstärkste Region der USA – hier ist das Interesse an Neugründungen am höchsten.
- In den führenden Bundesstaaten gibt es fast doppelt so viele Gewerbeanmeldungen wie im landesweiten Durchschnitt.
- Nevada erweist sich als sicherster Standort für Neugründungen – mit einer Überlebensrate von 83 % bei Start-ups.
Mit über 5,2 Millionen Gewerbeanmeldungen im Jahr 2024 setzt sich der vierjährige Trend historisch hoher Gründungsaktivitäten in den USA fort. Eine neue Studie von Wave Connect hat das wirtschaftliche Umfeld aller 50 US-Bundesstaaten analysiert, um herauszufinden, wo der Gründergeist besonders floriert.
Die Studie bewertete jeden Bundesstaat anhand von sechs Faktoren: neue Unternehmensgründungen, bestehende Unternehmensdichte, Gründungsmotivation, neue Arbeitsplätze durch Start-ups, Überlebensraten sowie das allgemeine Gründungsinteresse. Für einen fairen Vergleich wurden alle Kennzahlen auf 100.000 Einwohner berechnet und gewichtet zu einem Gesamtindex zusammengefasst.
Hier sind die Top 10 der gründerstärksten US-Bundesstaaten im Überblick:
| Bundesstaat | Gewerbeanmeldungen pro 100.000 Einw. | Unternehmen pro 100.000 Einw. | % Gründungen aus eigener Motivation (nicht aus Not) | % Arbeitsplätze in jungen Unternehmen | 1-Jahres-Überlebensrate von Start-ups | Monatl. Suchanfragen nach „Unternehmen gründen“ pro 100.000 Einw. | Gründer-Stärke-Index |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wyoming | 10K | 8,6K | 85,18 | 3,94 | 76,56 | 759 | 99 |
| Montana | 2,4K | 6,7K | 75,76 | 4,14 | 81,04 | 571 | 57 |
| Utah | 1,9K | 4,5K | 91,40 | 4,07 | 81,83 | 596 | 56 |
| Delaware | 5,4K | 6,4K | 79,99 | 2,91 | 82,31 | 632 | 55 |
| Colorado | 2,2K | 6,4K | 72,59 | 3,64 | 81,95 | 683 | 54 |
| Florida | 2,7K | 6,7K | 86,08 | 4,00 | 80,49 | 416 | 50 |
| Idaho | 1,5K | 5K | 89,33 | 4,30 | 80,85 | 481 | 49 |
| Kalifornien | 1,3K | 5,2K | 77,57 | 4,34 | 82,56 | 470 | 46 |
| North Dakota | 1K | 6,7K | 91,29 | 2,79 | 78,25 | 677 | 42 |
| Nevada | 1,9K | 4,4K | 76,36 | 3,77 | 83,21 | 540 | 41 |
Die vollständigen Studienergebnisse finden Sie hier.
Wyoming belegt den ersten Platz als gründungsstärkste Region der USA. Im vergangenen Jahr wurden im Bundesstaat 10.000 Gewerbeanmeldungen verzeichnet – mehr als das Sechsfache des nationalen Durchschnitts. Pro Kopf zählt Wyoming über 8.600 bestehende Unternehmen, wobei 85 % der Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit aus freien Stücken und nicht aus der Not heraus wagen. Zudem zeigen die Einwohner das größte Interesse an Unternehmensgründungen, und der Staat weist eine Start-up-Überlebensrate von 77 % auf.
Montana sichert sich den zweiten Platz und liegt bei der Schaffung von Arbeitsplätzen durch Neugründungen mit 4,1 % landesweit an dritter Stelle. Der Bundesstaat verzeichnet über 2.400 Neuanmeldungen und zählt fast 6.700 Unternehmen. 8 von 10 Gründern starten hier aus echtem Unternehmergeist; die Überlebensrate von Start-ups liegt bei 81 %. Zudem ist das Online-Interesse an Gründungsthemen unter den Einwohnern besonders hoch.
Utah belegt Rang drei: 9 von 10 Gründern wagen den Schritt aus eigener Motivation – der Spitzenwert in den USA. Der Bundesstaat verzeichnet rund 1.900 Gewerbeanmeldungen und mehr als 4.500 bestehende Unternehmen. Start-ups schaffen verlässlich neue Arbeitsplätze, und 82 % der neuen Unternehmen überstehen das erste Jahr. Das Gründungsinteresse der Bevölkerung ist dauerhaft hoch.
Delaware folgt auf Platz vier mit den zweithöchsten Anmeldezahlen: Über 5.400 Gewerbeanträge wurden registriert. Der Bundesstaat zählt rund 6.400 aktive Unternehmen und eine Quote von 80 % an chancengetriebenen Gründungen. 82 % der neuen Unternehmen überstehen das erste Jahr, während die Einwohner intensiv nach Wegen suchen, eigene Geschäftsideen umzusetzen.
Colorado erreicht den fünften Platz im Gründungsranking. Mit über 2.200 Neuanmeldungen beheimatet der Bundesstaat mittlerweile mehr als 6.400 Unternehmen. Die meisten Gründer in Colorado handeln aus eigenem Antrieb und beschäftigen viele Arbeitskräfte vor Ort. Bei einer starken Start-up-Überlebensrate von 82 % zeigen die Einwohner zudem die zweithöchste Gründungsneugier der gesamten USA.
Florida landet auf Platz sechs und führt unter den großen Bundesstaaten mit einem besonders ausgeprägten Gründergeist. Florida verzeichnet über 2.700 Anmeldungen und rund 6.700 Unternehmen – eine der höchsten Dichten unter den Spitzenreitern. Bei einer soliden Beschäftigungswirkung von 4,0 % durch Neugründungen liegt die Erfolgsquote von Start-ups bei 80 %.
Idaho belegt Platz sieben: 89 % der Unternehmer gründen hier aus Überzeugung statt aus Not – ein Wert, der nur von Utah und North Dakota übertroffen wird. Bei 1.500 Neuanmeldungen zählt der Bundesstaat aktuell 5.000 Unternehmen. Idaho belegt Platz zwei bei neu geschaffenen Arbeitsplätzen durch Start-ups und hält eine Überlebensrate von 81 %.
Kalifornien belegt Rang acht und erzielt mit 4,3 % die US-weit höchste Beschäftigungsquote durch neu gegründete Unternehmen. Über 1.300 Gründungsanträge werden dort bearbeitet. Kalifornien zählt mehr als 5.200 Unternehmen, und 78 % der Inhaber geben an, aus eigenem Antrieb gegründet zu haben. Zudem überzeugt der Staat mit einer Erfolgsquote von 83 % bei Start-ups.
North Dakota nimmt den neunten Platz ein, wo 9 von 10 Gründern aus echtem Unternehmerabsicht heraus starten – gemeinsam mit Utah der Spitzenwert im landesweiten Vergleich. Der Staat verzeichnet über 1.000 Gewerbeanmeldungen und knapp 6.700 bestehende Betriebe – eine der höchsten Unternehmensdichten der USA. Zudem liegt die Überlebensrate von Start-ups in North Dakota bei 78 %, begleitet von einem starken Interesse der Bevölkerung an unternehmerischen Chancen.
Nevada komplettiert die Top 10, mit knapp 1.900 Gewerbeanmeldungen und über 4.400 ansässigen Unternehmen. 76 % der Gründungen entstehen hier aus Marktchancen heraus, gestützt von vielen Beschäftigten in jungen Betrieben. Mit 83 % erzielt Nevada die höchste Start-up-Erfolgsrate aller bewerteten Bundesstaaten, während das Interesse an Neugründungen vor Ort anhaltend hoch ist.
„Die Studie zeigt verschiedene Muster im Gründungsgeschehen der USA auf“, erklärt George El-Hage, Gründer und CEO von Wave Connect. „Kleinere Bundesstaaten erzielen bei Neugründungen und Überlebensraten durchweg bessere Werte als bevölkerungsreiche Ballungsräume. Die Daten belegen, dass Staaten mit einem höheren Anteil an chancengetriebenen Gründungen insgesamt erfolgreicher sind. Auffällig sind zudem die regionalen Unterschiede bei den Start-up-Überlebensraten. Auch wenn das Gesamtbild keine extremen Abweichungen zeigt, wird deutlich, wie entscheidend lokale Rahmenbedingungen für den Geschäftserfolg sind.“




