Follow-up nach Networking-Events: Der Leitfaden für 2026

George El-HageGeorge El-Hageam 16. Februar 202612 Min. Lesezeit
How to Follow Up After a Networking Event (2026 Guide)

Wie man nach einem Networking-Event richtig nachfasst, entscheidet darüber, ob Sie echte Geschäftsbeziehungen aufbauen oder nur Visitenkarten sammeln, die in einer Schublade verstauben. Sie waren auf dem Event, haben Hände geschüttelt, gute Gespräche geführt – und was jetzt?

Ich baue Wave Connect seit 2020 auf und habe dieses Muster tausende Male gesehen: Jemand führt ein großartiges Gespräch auf einer Messe, nimmt sich fest vor nachzufassen – und dann... nichts. Eine Woche vergeht. Zwei Wochen. Die Chance ist vertan. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen mein persönliches Follow-up-System: inklusive E-Mail-Vorlagen, LinkedIn-Taktiken und einer Methode, mit der kein Kontakt verloren geht. Ob kurzes Kennenlernen oder langes Gespräch: Mit einem Formular zur Lead-Erfassung halten Sie wichtige Details fest, bevor sie in Vergessenheit geraten.

Auf einen Blick

Fassen Sie innerhalb von 24–48 Stunden nach dem Treffen auf einem Networking-Event mit einer personalisierten E-Mail nach, die direkt an Ihr Gespräch anknüpft. Formulieren Sie einen konkreten Call-to-Action (kurzes Telefonat, Demo, geteilter Link) statt eines unverbindlichen „Lassen Sie uns in Kontakt bleiben“. Nutzen Sie LinkedIn als ergänzenden Touchpoint, nicht als Hauptkanal. Bleibt eine Rückmeldung aus, haken Sie noch 2- bis 3-mal im Wochenabstand nach. Eine digitale Visitenkarte automatisiert die Kontakterfassung, damit Sie sich ganz auf die Botschaft statt auf manuelle Dateneingabe konzentrieren können.

Das erwartet Sie
  • Die 24-bis-48-Stunden-Regel: Warum das Timing wichtiger ist als die perfekten Worte
  • 4 E-Mail-Vorlagen: Direkt einsetzbare Muster für verschiedene Follow-up-Szenarien
  • LinkedIn-Strategie: So nutzen Sie Social-Media-Follow-ups ohne Spam-Charakter
  • Follow-up-Rhythmus: Wie oft Sie nachfassen sollten (und wann Schluss ist)
  • Tools und Tracking: So behalten Sie den Überblick, damit kein Kontakt untergeht

Warum das Follow-up über Ihren Networking-ROI entscheidet

Networking-Events sind Investitionen – Ticketgebühren, Reisekosten und wertvolle Arbeitszeit –, und das Follow-up ist der Moment, in dem sich diese Investition erst auszahlt. Ohne Follow-up bleibt jeder Händedruck und jedes Gespräch nur eine nette Erinnerung. Die Kontakte von Konferenzen, Messen und Get-togethers verwandeln sich erst dann in Partnerschaften oder Abschlüsse, wenn Sie danach dranbleiben.

Über die Jahre habe ich beobachtet: Die erfolgreichsten Netzwerker sind nicht immer die charismatischsten Menschen im Raum. Es sind diejenigen, die konsequent nachfassen. Am Anfang habe ich unzählige Gespräche geführt, bei denen ich dachte: „Die Chemie hat gestimmt“ – und dann habe ich nicht schnell genug nachgefasst und das Zeitfenster schloss sich. Aus diesem Fehler habe ich auf die harte Tour gelernt. Heute nutze ich Tools zur Lead-Erfassung auf Konferenzen, damit jeder Kontakt sofort gespeichert wird und gutes Nachfassen nie am Timing scheitert.

Laut MindTools ist ein effektives Follow-up der mit Abstand wichtigste Schritt beim Netzwerken. Es kommt nicht nur auf das Event selbst an – sondern darauf, was Sie danach tun.

Zeitstrahl für das 24- bis 48-stündige Follow-up-Zeitfenster nach einem Networking-Event

Die 24-bis-48-Stunden-Regel: Wann Sie sich zuerst melden sollten

Senden Sie Ihr erstes Follow-up innerhalb von 24–48 Stunden nach dem Kennenlernen auf einem Event. Das ist das ideale Zeitfenster: lang genug, um nicht aufdringlich zu wirken, aber kurz genug, damit das Gegenüber Sie und das Gespräch noch präsent hat. Nach 48 Stunden lässt die Erinnerung rapide nach. Nach einer Woche sind Sie im Grunde wieder ein Fremder.

Der häufigste Fehler: Man wartet, bis man wieder am Schreibtisch sitzt, sich der Alltag einpendelt – und plötzlich ist es Donnerstag. Das Event war am Montag. Die Dynamik ist verflogen.

Mein System? Am Morgen nach jedem Event blocke ich mir 30 Minuten fest für Follow-ups. Keine Ausreden, kein „Das mache ich später“. Wenn ich auf einer Messe war, schreibe ich die E-Mails noch im Hotel vor dem Check-out. So entscheidend ist dieser Schritt.

💡 Praxiserfahrung: Auf einer SaaS-Konferenz in Austin habe ich letztes Jahr an zwei Tagen rund 40 Kontakte gesammelt. Bei den Kontakten, die ich innerhalb von 24 Stunden anschrieb, lag die Antwortquote bei etwa 60 %. Bei denen, bei denen ich drei Tage wartete? Knapp 20 %. Gleiche Person, gleiche Gesprächsqualität – einzig das Timing machte den Unterschied.

Was Sie direkt nach dem Event tun sollten

Bevor Sie die erste E-Mail verfassen, erledigen Sie diese drei Schritte:

  1. Kontakte strukturieren: Sortieren Sie nach heiß (Gespräch unbedingt fortführen), warm (Follow-up lohnt sich) und kalt (nett kennengelernt, geringe Priorität).
  2. Notizen ergänzen: Worüber haben Sie gesprochen? Welche Herausforderungen wurden genannt? Was haben Sie versprochen zuzusenden? Halten Sie das sofort fest – auch Sprachmemos auf dem Smartphone eignen sich perfekt.
  3. Priorisieren: Beginnen Sie mit den heißen Kontakten. Verlieren Sie keine Stunde an eine perfekte E-Mail für einen kalten Lead, während Ihr wichtigster Interessent Sie bereits vergisst.

Wenn Sie Kontaktdaten über eine digitale Visitenkarte austauschen, entfällt das manuelle Eintippen komplett. Die Kontaktdaten sind gesichert, und Sie können direkt beim Austausch Notizen und Tags hinzufügen – das spart enorm viel Zeit bei 30 oder mehr Kontakten.

4 E-Mail-Vorlagen für Follow-ups, die tatsächlich Antworten bringen

Die besten Follow-up-E-Mails sind kurz, persönlich und schlagen einen klaren nächsten Schritt vor. Niemand möchte drei Absätze von jemandem lesen, mit dem er fünf Minuten gesprochen hat. Kommen Sie auf den Punkt, knüpfen Sie an das Gespräch an und machen Sie das Antworten so einfach wie möglich.

Hier sind vier Vorlagen, die ich bei hunderten Events erprobt und verfeinert habe. Nutzen und adaptieren Sie sie für Ihre Zwecke. Weitere Inspiration finden Sie in unserem Leitfaden zu Vorlagen für Vorstellungs-E-Mails.

Vorlage 1: Das allgemeine Follow-up

Einsatz: Sie hatten ein gutes Gespräch, haben aber noch keinen konkreten nächsten Schritt vereinbart.

Betreff: Schön, Sie auf der [Name des Events] getroffen zu haben

Hallo [Name],

vielen Dank für das angenehme Gespräch gestern auf der [Name des Events]. Der Austausch über [konkretes Thema] hat mir sehr gut gefallen.

Ich würde mich freuen, den Dialog fortzusetzen – hätten Sie nächste Woche Zeit für ein kurzes 15-minütiges Kennenlerngespräch?

Beste Grüße
[Ihr Name]

Vorlage 2: Das Mehrwert-Follow-up

Einsatz: Ihr Gegenüber hat ein Problem geschildert, bei dem Sie helfen können, oder Sie haben versprochen, Material nachzureichen.

Betreff: Wie besprochen: [Ressource/Artikel] von der [Name des Events]

Hallo [Name],

wie gestern auf der [Name des Events] besprochen, sende ich Ihnen hier den [Artikel / das Tool / die Ressource] zum Thema [Thema]. Ich dachte, das könnte für Ihre aktuellen Pläne bei [Unternehmen/Projekt] hilfreich sein.

Geben Sie mir gern Bescheid, wenn Sie sich dazu austauschen möchten. Ich teile gerne unsere Erfahrungen.

Beste Grüße
[Ihr Name]

Vorlage 3: Die Terminanfrage

Einsatz: Sie haben eine mögliche Zusammenarbeit, Partnerschaft oder ein konkretes Geschäft besprochen.

Betreff: Kurzer Nachtrag zu unserem Gespräch über [konkretes Thema]

Hallo [Name],

schön, dass wir uns auf der [Name des Events] kennengelernt haben. Ich habe noch einmal über Ihre Gedanken zu [Herausforderung/Ziel] nachgedacht und sehe hier konkrete Anknüpfungspunkte für eine [Zusammenarbeit / Unterstützung].

Hätten Sie diese Woche Zeit für ein 20-minütiges Gespräch? Hier ist der Link zu meinem Kalender: [Link]

Ich freue mich auf den Austausch.

Beste Grüße
[Ihr Name]

Vorlage 4: Die freundliche Wiedervorlage (ohne vorherige Antwort)

Einsatz: Sie haben bereits einmal nachgefasst, aber keine Antwort erhalten. Warten Sie mindestens eine Woche bis zu dieser Nachricht.

Betreff: Kurzes Follow-up nach der [Name des Events]

Hallo [Name],

ich knüpfe kurz an meine Nachricht von letzter Woche an. Nach Events geht es im Postfach erfahrungsgemäß rund (bei mir sah es nicht anders aus). Falls es zeitlich gerade nicht passt, gar kein Problem – ich wollte mich nur kurz vergewissern, dass die Nachricht nicht untergegangen ist.

Melden Sie sich gern, sobald es Ihnen wieder besser passt.

Beste Grüße
[Ihr Name]

Was alle vier Vorlagen gemeinsam haben: Sie sind kurz, beziehen sich auf konkrete Details und enthalten einen klaren Handlungsaufruf. Genau das ist die Erfolgsformel. Zudem können Sie Ihre Lead-Erfassung auf Messen optimieren, um noch präzisere Daten für die Personalisierung Ihrer Nachrichten zur Hand zu haben.

Fachkraft schreibt nach einem Networking-Event eine Follow-up-E-Mail am Laptop

LinkedIn-Follow-up-Strategie: Mehr als nur eine Kontaktanfrage

LinkedIn ist Ihr bester zweiter Follow-up-Kanal – sollte Ihre E-Mail aber ergänzen, nicht ersetzen. Eine Kontaktanfrage ohne vorherige E-Mail wirkt passiv. Eine E-Mail signalisiert: „Ich meine es ernst.“ LinkedIn sagt: „Lass uns in Kontakt bleiben.“

Diesen Ablauf nutze ich:

  1. Tag 1: Senden Sie Ihre Follow-up-E-Mail (mit einer der Vorlagen oben).
  2. Tag 1–2: Senden Sie eine LinkedIn-Kontaktanfrage mit einer persönlichen Nachricht: „Schön, dass wir uns auf dem [Event] kennengelernt haben – ich habe Ihnen gerade eine E-Mail geschickt. Freue mich auf den weiteren Austausch!“
  3. Woche 1–2: Reagieren Sie auf die LinkedIn-Beiträge Ihrer Kontakte. Liken Sie einen Post oder hinterlassen Sie einen fundierten Kommentar. Klicken Sie nicht nur auf den Daumen nach oben – schreiben Sie etwas, das zeigt, dass Sie den Beitrag wirklich gelesen haben.
  4. Laufend: Teilen Sie gelegentlich deren Inhalte. Markieren Sie die Personen in relevanten Beiträgen. So bleiben Sie präsent, ohne deren Postfach zu überfüllen.

Was Sie vermeiden sollten: Senden Sie nicht innerhalb von 24 Stunden eine LinkedIn-InMail UND eine E-Mail UND eine SMS. Das ist keine Beharrlichkeit, sondern aufdringlich. Wählen Sie Ihren Hauptkanal (E-Mail) und nutzen Sie LinkedIn zur Kontaktpflege.

💡 Aus eigener Erfahrung: Ein potenzieller Partnerschafts-Lead schlief nach einem Event einmal komplett ein. Statt nachzuhaken, kommentierte ich rund zwei Monate lang regelmäßig seine Beiträge auf LinkedIn. Schließlich meldete er sich von selbst: „Hallo, ich sehe ständig Ihre Kommentare – lassen Sie uns das Gespräch fortsetzen.“ Geduld und Sichtbarkeit zahlen sich aus.

Follow-up-Workflows mit digitalen Visitenkarten automatisieren

Digitale Visitenkarten beseitigen den größten Engpass beim Follow-up nach Events: Kontakte dorthin zu übertragen, wo man sie direkt nutzen kann. Bei Papierkarten stapeln sich die Kärtchen auf dem Schreibtisch und müssen mühsam ins Smartphone, CRM oder eine Tabelle abgetippt werden. Oft ist die Handschrift kaum lesbar. Bis alles eingetragen ist, ist das 48-Stunden-Fenster längst verstrichen.

So nutze ich Wave Connect, um den gesamten Prozess abzukürzen:

  • Automatische Kontaktspeicherung: Wenn jemand meine NFC-Karte berührt oder meinen QR-Code scannt, werden die Kontaktdaten sofort erfasst. Kein Abtippen, keine verlorenen Karten.
  • Notizen und Tags direkt beim Austausch: Ich kann Kontakte direkt beim Kennenlernen mit Tags wie „Heißer Lead“, „Partnerschaft“ oder „Mentor“ versehen – nicht erst drei Tage später, wenn der Kontext verblasst ist.
  • Integrierter Kalender-Link: Meine digitale Visitenkarte enthält einen Button zur Terminbuchung. Viele klicken schon während des Events darauf – damit erübrigt sich das Nachhaken für ein Treffen, denn der Termin steht bereits.
  • CRM-Export: Ich exportiere Kontakte nach HubSpot für das gesamte Team. So gibt es keine doppelten Anschreiben und kein Lead geht verloren.

Wenn Sie ein Team leiten, das auf Events unterwegs ist, ist das umso wichtiger. Fünf Vertriebler dürfen Kontakte nicht manuell in fünf verschiedene Tabellen eintragen. Ein zentrales System stellt sicher, dass Ihr Team Kontakte gemeinsam verwaltet – statt in Datensilos.

Zwei Geschäftsleute tauschen auf einem Networking-Event Kontaktdaten per digitaler Visitenkarte aus

Die Follow-up-Kadenz: Wie oft sollten Sie sich melden?

Haken Sie 3–4 Mal nach, bevor Sie abschließen – mit jeweils größeren Abständen zwischen den Nachrichten. Die meisten schicken eine einzige E-Mail, erhalten keine Antwort und geben auf. Ein Fehler. Menschen haben viel zu tun. Ihre Nachricht ging vielleicht während eines Meetings ein, rutschte unter 50 andere oder die Antwort wurde schlicht vergessen. Beharrlichkeit nervt nicht – wer nach einem Versuch aufgibt, verschenkt Chancen.

Diesen Rhythmus empfehle ich:

  1. Kontaktpunkt 1 (Tag 1–2): Erste Follow-up-E-Mail + LinkedIn-Kontaktanfrage
  2. Kontaktpunkt 2 (Tag 7–10): Freundliches Nachhaken ohne Antwort (nutzen Sie Vorlage 4 oben)
  3. Kontaktpunkt 3 (Tag 18–21): Mehrwert-E-Mail – teilen Sie einen nützlichen Artikel, eine Ressource oder einen Event-Tipp
  4. Kontaktpunkt 4 (Tag 30): Letztes kurzes Nachfragen. Ganz ungezwungen: „Kein Stress – ich wollte mich nur noch einmal kurz melden.“

Keine Rückmeldung nach vier Kontaktpunkten? Haken Sie es ab. Nehmen Sie es nicht persönlich: Manche antworten selten auf E-Mails oder der Zeitpunkt passt einfach nicht. Bleiben Sie auf LinkedIn vernetzt und versuchen Sie es in ein paar Monaten erneut.

Wenn Sie ein persönliches CRM nutzen, können Sie Erinnerungen für jeden Kontaktpunkt setzen. So müssen Sie nicht im Kopf behalten, wem Sie wann geschrieben haben – und es geht nichts unter.

5 Follow-up-Fehler, die Ihre Antwortrate ruinieren

Die gravierendsten Follow-up-Fehler liegen selten im Inhalt – sondern darin, was Sie nicht tun oder wann Sie es tun. Ich habe die meisten davon selbst gemacht – lernen Sie aus meinen Fehlern.

  1. Eine austauschbare „Schön, Sie kennengelernt zu haben!“-Nachricht senden. Wenn Ihre E-Mail auch ohne persönliches Gespräch hätte geschrieben werden können, ist sie zu generisch. Beziehen Sie sich auf ein konkretes Detail aus Ihrer Unterhaltung – schon eine Kleinigkeit macht einen riesigen Unterschied.
  2. Zu lange warten. Nach 48 Stunden wird es bereits deutlich schwerer. Nach einer Woche schreiben Sie praktisch eine Kalt-E-Mail an jemanden, der sich nur noch vage an Ihr Gesicht erinnert. Man will oft die „perfekte“ Nachricht verfassen – doch eine gute, schnelle E-Mail schlägt eine perfekte, verspätete E-Mail jedes Mal.
  3. Kein klarer Call-to-Action. „Lassen Sie uns in Kontakt bleiben“ ist kein Call-to-Action. „Hätten Sie nächsten Dienstag 15 Minuten Zeit für ein kurzes Telefonat?“ schon. Geben Sie Ihrem Gegenüber etwas Konkretes, dem man zustimmen oder absagen kann.
  4. Zu aufdringlich sein. Eine E-Mail, eine LinkedIn-Nachricht, eine SMS UND eine InMail am selben Tag sind einfach zu viel. 😬 Verteilen Sie Ihre Kontaktpunkte über verschiedene Kanäle und Tage.
  5. Versprechen nicht einhalten. Wenn Sie zugesagt haben: „Ich schicke Ihnen den Artikel“ oder „Ich stelle den Kontakt her“ – tun Sie es. Ein nicht gehaltenes Versprechen ist schlimmer als gar kein Follow-up, denn es beschädigt das Vertrauen nachhaltig.

Die gute Nachricht? Wenn Sie diesen Leitfaden lesen, sind Sie den meisten bereits einen Schritt voraus. Möchten Sie schon auf dem Event selbst noch stärker überzeugen? Lesen Sie unseren Ratgeber dazu, wie Sie auf Networking-Events herausstechen – denn die richtige Vorbereitung und das Follow-up greifen nahtlos ineinander.

Illustration typischer Follow-up-Fehler beim Networking, die man vermeiden sollte

So messen und verfolgen Sie Ihren Follow-up-Erfolg

Wer Follow-ups nicht nachverfolgt, rät nur – und vergisst unweigerlich wichtige Kontakte. Das muss nicht kompliziert sein. Schon eine einfache Tabelle mit Spalten für Name, Unternehmen, Kontaktdatum, Antwortstatus und nächsten Schritt sorgt für den nötigen Überblick.

Das halte ich nach jedem Event fest:

  • Name und Unternehmen des Kontakts
  • Wo wir uns kennengelernt haben (welches Event, welche Session)
  • Worüber wir gesprochen haben (kurze Zusammenfassung in einem Satz)
  • Follow-up-Status (gesendet, geantwortet, Termin vereinbart, keine Antwort)
  • Datum der nächsten Aktion (wann das nächste Follow-up ansteht)

Wer regelmäßig Events besucht, verliert mit Tabellen schnell den Überblick. Hier kommt ein CRM ins Spiel. Das kostenlose CRM von HubSpot ist eine solide Lösung für Einzelpersonen. Für Teams bietet Wave Connect ein integriertes Kontaktmanagement, mit dem Sie Kontakte direkt taggen, mit Notizen versehen und exportieren können – ganz ohne App-Wechsel.

Eine besonders aufschlussreiche Kennzahl ist die Antwortrate nach Zeitpunkt. Nach einigen Events sehen Sie genau, wie stark die Rücklaufquote sinkt, wenn Sie 3 Tage statt 1 Tag warten. Diese Zahlen machen jeder Follow-up-Aufschieberitis schnell ein Ende.

Nach der ersten E-Mail: Beziehungen langfristig pflegen

Das erste Follow-up öffnet die Tür – doch erst die langfristige Kontaktpflege macht aus Bekanntschaften echte Partner, Kunden und Freunde. Nicht jeder Networking-Kontakt muss sofort zum Abschluss führen. Einige meiner wertvollsten Event-Kontakte haben mir erst Jahre später neue Kunden vermittelt.

So bleiben Sie im Gedächtnis, ohne aufdringlich zu wirken:

  • Vierteljährliche Check-ins: Ein einfaches „Hallo, ich habe gesehen, dass [Unternehmen] gerade [Produkt/Projekt] gelauncht hat – herzlichen Glückwunsch!“ wirkt oft Wunder. Ohne Hintergedanken, reine Wertschätzung.
  • Relevante Inhalte teilen: Wenn Sie einen spannenden Artikel entdecken, leiten Sie ihn mit einer kurzen Notiz weiter. Dauert 30 Sekunden und schafft Vertrauen.
  • Die 3-zu-1-Regel: Bevor Sie um einen Gefallen bitten, geben Sie erst dreimal etwas zurück – sei es eine Vorstellung, ein guter Rat oder nützliche Ressourcen.
  • Erfolge mitfeiern: Beförderungen, Jubiläen, Meilensteine. LinkedIn macht es leicht – man muss nur kurz gratulieren, statt einfach weiterzuscrollen.

Hier zahlt es sich aus, alle Kontakte an einem Ort zu haben. Wenn Sie digitale Visitenkarten auf Events nutzen, haben Sie bereits eine durchsuchbare Datenbank all Ihrer Begegnungen aufgebaut. So fällt es leicht, auch Monate später mit vollem Kontext wieder anzuknüpfen.

Professionelle Beziehung beim Netzwerken, die durch regelmäßiges Follow-up langfristig wächst

Häufig gestellte Fragen

Wie lange sollte ich nach einem Networking-Event mit dem Follow-up warten?

Melden Sie sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden. In diesem Zeitfenster ist das Gespräch noch frisch im Gedächtnis und Ihre E-Mail wirkt aufmerksam statt willkürlich.

Was sollte in einer Follow-up-E-Mail nach einem Networking-Event stehen?

Beziehen Sie sich auf ein konkretes Gesprächsthema und schlagen Sie einen klaren nächsten Schritt vor. Fassen Sie sich kurz – drei bis vier Sätze sind ideal. Vermeiden Sie rein generische „Schön, Sie kennengelernt zu haben“-Nachrichten.

Wie oft sollte ich nachhaken, wenn keine Antwort kommt?

Haken Sie über einen Monat verteilt 3- bis 4-mal nach, mit größer werdenden Abständen zwischen den Nachrichten. Kommt nach vier Versuchen keine Rückmeldung, lassen Sie es gut sein und versuchen Sie es in einigen Monaten über LinkedIn erneut.

Sollte ich mich vor oder nach der E-Mail auf LinkedIn vernetzen?

Schreiben Sie zuerst die E-Mail und senden Sie innerhalb von 24 Stunden eine Kontaktanfrage auf LinkedIn. Die E-Mail ist persönlicher und handlungsorientiert. LinkedIn dient der langfristigen Kontaktpflege.

Wie lassen sich Follow-ups nach dem Netzwerken am besten nachverfolgen?

Nutzen Sie eine einfache Tabelle oder ein CRM, um Name, Datum, Follow-up-Status und den nächsten Schritt zu erfassen. Plattformen für digitale Visitenkarten mit integriertem Kontaktmanagement machen das noch einfacher.

Wie helfen digitale Visitenkarten beim Follow-up nach Events?

Sie speichern Kontakte direkt beim Austausch ab, sodass keine manuelle Dateneingabe nötig ist. Notizen, Tags und Follow-up-Erinnerungen lassen sich sofort hinterlegen – so geht nichts unter.

Was, wenn ich mich nicht mehr an die Details des Gesprächs erinnere?

Nutzen Sie Sprachmemos direkt nach dem Gespräch, um wichtige Details festzuhalten. Schon eine 10-sekündige Sprachnotiz mit Name und Gesprächsthema erspart Ihnen später beim Verfassen der Follow-up-E-Mails viel Mühe.

Schluss mit verlorenen Kontakten nach Events

Wave Connect erfasst jeden Kontakt digital – ohne Tipparbeit, ohne verlorene Visitenkarten. Taggen, ordnen und exportieren Sie Kontakte direkt in Ihr CRM, damit Ihr Follow-up schon vor Ort beginnt.

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Über den Autor: George El-Hage ist Gründer von Wave Connect, einer Plattform für digitale Visitenkarten, die von über 150.000 Fach- und Führungskräften weltweit genutzt wird. Seit mehr als 6 Jahren unterstützt George Unternehmen beim Umstieg von Papier auf digitales Netzwerken und weiß genau, worauf es bei digitalen Visitenkarten für Einzelpersonen und Teams ankommt. Wave Connect ist SOC 2 Type II-zertifiziert und lässt sich nahtlos in führende CRM-Plattformen wie Salesforce, HubSpot und Pipedrive integrieren.

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